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Worte der Weisheit für die ersten Schritte der digitalen Transformation

 

Ich hatte das Vergnügen, mit Bjørn Fidjeland zu sprechen, Gründer des PLM-Beratungsunternehmens PLMPartner und bekannt für seine Veröffentlichungen. Bjørn hat mehr als 20 Jahre Beratungserfahrung und hat im Laufe der Jahre unzählige digitale Transformationsinitiativen miterlebt. Bjørns lockerer Stil und seine logische Herangehensweise helfen Unternehmen bei der Lösung Ihrer PLM Herausforderungen.   

In unserem Interview sprechen wir über die digitale Transformation, wobei Bjørn seine besten Ratschläge teilt - von Data Governance und Libraries bis dahin, sich die Zeit zu nehmen, Veränderungen zu verdauen. Ein Ratschlag, der besonders gut ankommt, ist die erforderliche Geduld und die Akzeptanz, dass Veränderungen Zeit brauchen. Sehen Sie sich die komplette Episode und noch viel mehr an.

 

Digitale Transformation im PLM-Kontext

Zunächst einmal gibt es nicht das eine System, das über alle herrscht. Bjørn sieht die Digitale Transformation als eine ganzheitliche, unternehmensweite Verbindung zwischen Systemen, die den Informationsfluss zwischen Plattformen ermöglicht. Es muss Interoperabilität zwischen den einzelnen Abteilungen und über das Unternehmen hinweg geben, aber auch zwischen den Software-Tools. Sobald die Interoperabilität erreicht ist, können Mitarbeiter, Lieferanten und Kunden das Wissen aus anderen Abteilungen innerhalb und außerhalb der der eigenen Abteilung nutzen.

Das Schlüsselwort hier ist Interoperabilität. Sie müssen eine Infrastruktur einrichten, die den Informationsfluss und die Übersetzung zwischen Abteilungen, Unternehmen und Software-Tools unterstützt. Es ist nicht ein Stück Software, das diese Initiative betreiben sollte, sondern das Unternehmen und seine Champions für Veränderungen. Wie immer wieder festgestellt wurde - Software befähigt Menschen, aber sie schafft nicht eigenständig die Transformation.

 

Das Konzept der Engineering-Stammdate

Unternehmen sollten sich bemühen, ihre Daten in verschiedenen Systemen und über verschiedene Abteilungen hinweg zu harmonisieren. Obwohl Standards als schneller Weg für diese Initiative favorisiert werden, erweisen sie sich oft als mangelhaft.

Daten aus einer Abteilung/einem "Silo" in einer Organisation können für die empfangende Abteilung/den empfangenden "Silo" wie Hieroglyphen aussehen.

Bjørn schlägt eine alternative Methode zu Standards vor, bei der ein Wörterbuch oder ein „Rosetta Stone“ zur Übersetzung verwendet wird - die Erstellung von organisationsübergreifenden Engineering-Stammdaten. Das Wörterbuch ermöglicht es den Benutzern, den Kontext und die Bedeutung hinter den Unternehmensdaten zu verstehen, unabhängig von ihrem Berührungspunkt oder ihrer Rolle.

 

Darüber hinaus gibt es nicht in allen Branchen Standards, und diese Definitionen ermöglichen es den Anwendern, mit ihren Daten und Teilebibliotheken auf eine leicht verständliche Art und Weise voranzukommen, unabhängig von deren Herkunft.

Bjørn hat sich auch zu Unternehmen geäußert, die sich auf einen Enterprise Service Bus (ESB) verlassen, um den Datenfluss zu handhaben, und zu den Einschränkungen und Komplikationen, die durch diesen Highway mit konfigurierten Ausgangspunkten entstehen.

Abbildung 1: Darstellung ohne Wörterbuch, die sich auf einen ESB zur Abwicklung des Datenflusses verlässt:

Wie gesagt, wenn wir ein Attribut ändern, müssen alle Adapter überarbeitet und ebenfalls geändert werden.

Abbildung 2: Mit einem aktivierten Wörterbuch

Ein Vorteil bei der Auswahl eines Industriestandards ist natürlich, dass dasselbe Wörterbuch sowohl beim Datenaustausch mit externen Beteiligten als auch mit internen Anwendungen problemlos verwendet werden kann.

Neue Anwendungen können dem Verbund hinzugefügt werden, ohne dass eine der anderen Anwendungen geändert werden muss. Ein auf einem Standard basierendes Wörterbuch macht die Kommunikation mit Unternehmen, die sich an die Standards halten, einfach und bietet einen Wettbewerbsvorteil.

Wenn Sie ohne Standards oder zusätzlich zu Standards arbeiten; sollten Sie idealerweise entweder die verschiedenen Objektstrukturen, einschließlich der Engineering BoM's, Konstruktionsmodelle und Konstruktionsbaugruppen usw. auf die gleiche Weise definieren. Oder Sie haben eine Art Wörterbuch, das dies für Sie erledigt.

 

Erste Schritte:

Bjørn rät Unternehmen:

  • 1. Eine Namensstruktur für Daten, Teile usw., die nach Möglichkeit einem Industriestandard folgt, "weil man definieren muss, wie die Sachen heißen".
  • 2. Sie brauchen eine Definition der Attribute/Verhaltensweisen dieser Teile.
  • 3. Wenn die Daten in Ihrem PLM-System einen Namen haben, sollte es derselbe Name in Ihrem ERP-System oder einem anderen System sein. Nach Bjørns Erfahrung ist das nie der Fall, und deshalb sollten sich Unternehmen darum bemühen.

 

Ein Wörterbuch erstellen

Es gibt Unternehmen, die ein Wörterbuch für ihre Daten erstellt haben, um Namen in verschiedenen Systemen zu übersetzen. Manchmal geschieht dies aufgrund von Einschränkungen des einen oder anderen Systems bei Attributen, Zeichen oder anderen Datenpunkten, die Abweichungen in den Stammdaten verursachen. Tippfehler sind ein weiterer Übeltäter.

 

Es ist immer noch Neuland, da es keine Standardmethode zur Erstellung eines solchen Wörterbuchs gibt. Aber da Interoperabilität so wichtig ist, ist es unerlässlich, ein standardisiertes Benennungs- und Identifizierungssystem zu priorisieren, damit Ihre Informationen nahtlos über verschiedene Plattformen hinweg fließen können.

 

Daten müssen miteinander verbunden, vergleichbar und interoperabel sein

Denken Sie daran, dass Daten nicht unbedingt exakt gleich sein müssen. Damit Daten vollständig verbunden, vergleichbar und interoperabel sind, muss es ein Wörterbuch geben, das zwischen den verschiedenen Disziplinen und Tools übersetzt, um diese Nuancen zu berücksichtigen.

Wie können wir ohne ein gemeinsames Verständnis Informationen aus den Lebenszyklusphasen rückkoppeln, um Erkenntnisse und Bedeutung zu offenbaren? Interoperabilität ist eine Voraussetzung, um die Digitalisierung zu ermöglichen. Allerdings - unterschätzen Sie nicht den menschlichen und kulturellen Aspekt. Eine Transformationsinitiative, die schlecht kommuniziert wird, scheitert. Stellen Sie die Menschen in den Mittelpunkt des Prozesses und stellen Sie sicher, dass Sie gut artikuliert haben, warum die Initiative wertvoll ist und den Wandel generell positiv beeinflussen wird.

 

Was ist Ihr Rat?

Werden Sie einen Rosetta Stone, ein Wörterbuch, Standards oder eine Mischform für Ihre Daten verwenden? Möchten Sie Ihre Geschichte mit der Community teilen? Schreiben Sie mir eine Nachricht, ich würde gerne mit Ihnen sprechen und Ihnen helfen, Ihre Geschichte zu verbreiten.

 

About the author

Jennifer Moore

Jennifer Moore has more than 15 years of experience in Business Transformation across different industries. Her extensive experience includes helping companies navigate complex regulatory requirements through software solutions. She has been developing and deploying large, multi-faceted enterprise software project, driving revenues as well as market adoption.

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